Bock auf Schoollabs
Bock auf Schoollabs
EURAC junior zieht Bilanz

2500 Grund-, Mittel- und Oberschüler aus ganz Südtirol haben in diesem Schuljahr an den Schoollabs von EURAC junior teilgenommen. Die EURAC-Initiative, die seit dem Jahr 2008 junge Menschen für Forschung begeistern will, blickt auf ein erfolgreiches Schuljahr zurück. 

“Als wir vor vier Jahren mit EURAC junior gestartet sind, haben 400 Schüler an unseren Schoollabs teilgenommen, heuer waren es bereits fünf Mal so viel. Dies ist ein Zeichen, dass die Zutaten gut ankommen und die Schüler interessiert an Forschung sind“, so das EURAC junior-Team. Das Rezept, das dahintersteckt ist simpel und doch wirksam: Das Team bietet verschiedene Workshops an, in denen die EURAC-Wissenschaftler zusammen mit den Schülern Themen aufarbeiten, mit denen sich die Wissenschaftler in ihrem Forscher-Alltag beschäftigen. „Dies ist der richtige Weg junge Menschen für Forschung zu sensibilisieren und ihre Begeisterung zu wecken“, erklärt EURAC-Direktor Stephan Ortner die Bedeutung von EURAC junior. 
Die Initiative ist im Jahr 2008 als Pilotprojekt dank der Unterstützung durch die Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Autonomen Provinz Bozen aus der Taufe gehoben worden. Seither haben insgesamt 5200 Südtiroler Schüler die Schoollabs besucht, die Hälfte davon im gerade abgelaufenen Schuljahr. Statistisch bedeutet dies, dass in Südtirol mehr als ein Schüler von 20 an diesen speziellen Workshops teilgenommen hat. Die Themenpalette der Schoollabs reicht inzwischen von Fernerkundung über Genetik, Sprachen und Minderheiten bis hin zur erneuerbaren Energie und Regionalentwicklung. Die zehn verschiedenen Schoollabs wurden in Zusammenarbeit mit sechs Instituten der EURAC ausgearbeitet. Die Grund-, Mittel- und Oberschüler nutzten so die Gelegenheit in die Welt der Forschung hinein zu schnuppern. Sie lernten wie man anhand von Satellitenbildern den Rückgang der Gletscher beobachtet, wie man durch den genetischen Fingerabdruck einen Täter entlarvt und welchen Einfluss Neigung und Ausrichtung eines Hausdachs auf die Stromproduktion mit Photovoltaikzellen hat. Im Rollenspiel „Space migrants 2513“ setzten sie sich mit dem Thema Diskriminierung auseinander und bei einer Partie „MINopoly“ tauchten sie in die Welt der Minderheiten ein. 
Im Durchschnitt waren dieses Jahr in den insgesamt 130 durchgeführten EURAC junior Schülerlaboren jeweils 19 Schüler. 58 Prozent der teilnehmenden Schulen kamen in diesem Schuljahr aus der Landeshauptstadt, neun Prozent aus Meran und sieben Prozent aus Brixen. Das größte Interesse hatten die Wissenschaftlichen Oberschulen (31 Prozent aller Labs für Oberschulen) und die Schulen mit Schwerpunkt Wirtschaft und Handel (25 Prozent aller Labs für Oberschulen).

Für weitere Informationen: EURAC junior, 0417 055 025